Von: Dirk R. Kästel
Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus
Am Freitag, dem 27. Januar 2012 begingen die evangelische (vertreten durch Pfarrerin Monika Christ) und die katholische Pfarrgemeinde (vertreten durch Pastoralreferentin Dorothee Wolf) gemeinsam mit Bürgermeister Thilo Becker und Stadtbürgermeister Michael Thiesen sowie Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums im Kannenbäckerland den Jahrestag der Befreiung des Lagers Auschwitz. Im Keramikmuseum wurde die feierliche Gedenkstunde durch Museumsleiterin Frau Gass, die eindrücklich auf die Bedeutung des Tages - auch für uns heute - hinwies, den stellvertretenden Schulleiter des Gymnasiums Herrn Zender, der die Notwendigkeit eines „Gedenkens gegen Gedankenlosigkeit“ unterstrich, und die nachdenklich stimmende Rede des Bürgermeisters Becker, der auch sein persönliches Anliegen an diesem Gedenktag deutlich machte, begangen. Umrahmt wurden die Ansprachen sowohl musikalisch als auch literarisch von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums. Pfarrerin Christ und Pastoralreferentin Wolf gedachten der Opfer des Nationalsozialismus in einem Gebet und leiteten zum Schweigemarsch auf den jüdischen Friedhof über. Hier wurden von Beigeordneten, Schülerinnen und Schülern und Bürgern der Stadt, stellvertretend für alle Opfer des Holocausts, die Namen der ehemaligen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Höhr-Grenzhausen verlesen, die dem NS-Regime zum Opfer fielen. Bürgermeister Becker und Stadtbürgermeister Thiesen legten im Gedenken und zu Ehren der Opfer einen Kranz nieder. Zum Abschluss der Veranstaltung legten die Teilnehmer nach jüdischem Brauch Steine auf die Gräber.
Kategorie: Berichte