Zwei spannende Stunden am GiK - Krimi-Autorin las aus ihren Büchern

„Weil Mike große Widerstandskräfte bewies, wurden andere geköpft.“ So lautete einer der Rätselsätze aus den „Black Stories“, welche wir Schülerinnen und Schüler der achten Klassen lösen sollten. Aus diesem Satz zu erschließen, was da wohl passiert sein könnte, war ganz schön schwierig und das richtige Ergebnis war ganz anders, als wir am Anfang gedacht hatten. In der Geschichte geht es nämlich nicht um einen Menschen, sondern um einen Hahn, dessen Enthauptung … aber mehr soll nicht verraten werden. Wir hatten nach einiger Zeit das Rätsel geknackt und das Raten hat uns allen viel Spaß gemacht.
Die Autorin dieser kurzen Geschichte ist Corinna Harder, die am Freitag, 9.11.18, am Gymnasium im Kannenbäckerland eine Lesung für die achten Klassen hielt. Frau Harder ist bis Ende November auf Lesereise und unsere Schule hatte das Glück, von ihr für zwei Stunden besucht zu werden. Sie ist die Autorin von Kinderkrimis und Detektivgeschichten und hat seit dem Jahr 2000 schon zahlreiche Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbücher veröffentlicht. So ist sie unter anderem Autorin der TKKG-Bücher und denkt sich die Geschichten des Professor Berkley aus. Außerdem gründete sie im Jahr 1996 den Underground-Junior-Detektiv-Klub, für den sie 2002 mit dem Kinderkulturpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes ausgezeichnet wurde.
Neben ihren Büchern schreibt Corinna Harder seit etwa 11 Jahren die sehr beliebten „Black Stories“. Das sind Rätselkarten mit oft blutrünstigen und auch gruseligen Geschichten. Vorne auf der Karte steht ein kurzer Rätselsatz und die Spieler müssen mit den genannten Informationen herausfinden, was passiert ist. Von diesen „Black Stories“-Karten hat sie bis jetzt schon über 850 Stück geschrieben. Auch hat sie das Schreiben der „Black Stories Junior“ und der „School Stories“ übernommen, in denen es um Knobelaufgaben und Rätsel rund ums Thema Schule geht.
Frau Harder gab uns auch Einblicke in ihr Leben als Krimi-Autorin: Sie erklärte uns, dass sie für 50 „Black Stories“-Karten ungefähr fünf Wochen braucht. Um sich die Arbeit zu erleichtern, schreibt sie alle Ideen einfach auf, sodass sie sich aus der Sammlung später die besten aussuchen kann. Die Ideen und Inspirationen für ihre Geschichten findet sie oft in Hörbüchern und Dokumentationen oder in Sachbüchern. Im Frühjahr bekommt sie Geld für alle im letzten Jahr verkauften Bücher und dieses Geld muss dann für das gesamte nächste Jahr reichen. Manchmal macht sie sich Sorgen, ob ihre Geschichten auch gut genug sind, doch ihre Bedenken sind zum Glück unnötig, denn ihre Geschichten kommen bei den Leserinnen und Lesern sehr gut an.
Frau Harder las uns noch ein paar ihrer „Black Stories“ vor und wir durften raten, was passiert war. Doch es war wirklich nicht einfach, auf die richtige Lösung zu kommen und wir mussten oft um die Ecke denken. So war die Frage, warum ein toter Taucher im Wald lag oder ein Mann mit blauem Schaum vor dem Mund auf der Toilette eines Polizeireviers zusammengebrochen war. Die Rätsel waren alle ganz schön knifflig, doch nach einigem Raten sind wir immer auf die richtigen Lösungen gekommen.
Die zwei Stunden vergingen tatsächlich wie im Flug und zum Schluss durften wir uns alle eine Autogrammkarte mitnehmen. Insgesamt empfand ich diesen Vormittag, der den Schulalltag aufgelockert hat, als sehr gelungen. Frau Harder war sehr nett und sympathisch und es war interessant, von ihr zu hören, wie das Leben einer Autorin so ist.