Das aktuelle Bild des Monats wurde von Tristan Wippermann, Schüler der Stufe 13 gestaltet. Es handelt sich um eine Serie aus mehreren Bildern, von denen zwei hier gezeigt werden.

Tristan beschreibt sein Werk „Die Transformation des modernen Menschen“

folgendermaßen:

In unserer heutigen Gesellschaft lassen Leistungsdruck und Schnelllebigkeit kaum Platz für das Individuum, ja die Individualität. In meiner Fotoreihe beschäftigte ich mich mit dieser fehlenden Individualität, veranschaulicht durch die, mit der Großstadterfahrung  verbundene, Gleichgültigkeit des modernen Menschen. 

Das Individuum, welches im Zentrum des Geschehens verzweifelt nach Hilfe fleht, wird von den monotonen Anzugträgern und der wachsenden Großstadt ignoriert und schließlich erdrückt. Diese sind transformiert zu tristen, grauen und gesichtslosen Quadern, welche ein Pendant zu den Hochhäusern bilden. 

Während sich die Hochhäuser im Verlauf der Reihe immer höher türmen und schließlich den Himmel verdecken, steigt auch die Anzahl der grauen Gestalten, welche abgestumpft in eine Richtung schreiten. Im Kontrast dazu steht das Individuum, welches zusammenbricht und zunehmend an Kraft verliert, was zusätzlich zur Mimik und Gestik durch die schwächer werdende Farbintensität veranschaulicht wird. Die Figur verschwimmt letztlich in der Straße und wird von der individualitätslosen Masse überrannt.

Die Arbeit ist angelehnt an den zeitgenössischen Konzeptkünstler Erwin Wurm.

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