Am Montag, dem 22.09.2014, fuhr die 7a mit ihrem Klassenlehrer Herrn Betzing und ihrer Musiklehrerin Frau Jeuck als Begleitung in die Jugendherberge Oberwesel. Angesichts der frühen Ankunft überbrückten wir die Zeit bis zum Bezug der Zimmer mit einem Abstecher zu der sich direkt neben der Herberge befindlichen Schönburg. Von dort aus hatte man einen tollen Ausblick über das Rheintal. Nach dem Mittagessen in der herrlich über dem Ort gelegen Unterkunft stand auch schon ein erster mühsamer Abstieg in das Stadtzentrum an, wo uns bereits eine Stadtführerin erwartete. Unter dem Motto „Sagenhaftes Oberwesel“ erfuhren wir hier viel Wissenswertes über die Geschichte des Ortes und den Rhein, der für die Stadt oft Fluch und Segen zugleich war. Ein besonderes Highlight war der anschließende Rundgang über die immer noch sehr gut erhaltene Stadtmauer. Hier konnten wir uns gut in die mittelalterlichen Wachmannschaften hineinversetzen, die damals den Ort gegen wiederholte Angriffe verteidigen mussten. Die anschließende Freizeit wurde überwiegend zu einem Streifzug durch die örtlichen Touristenläden genutzt. Am Abend konnten wir uns bei einem gemeinsamen Stockbrotfeuer bei mittlerweile schon recht kühlen Temperaturen aufwärmen. 

Der nächste Tag hielt für uns eine Wanderung auf dem Rheinburgenweg nach St. Goar bereit. Beim Kraxeln durch die steilen Weinberge wurde uns körperlich alles abverlangt. Unterdessen unterhielt uns unsere Wanderführerin immer wieder mit Anekdoten über das Rheintal und seine Botanik und belohnte uns mit dem Gang zu schönen Aussichtspunkten. Den Ausblick auf den gegenüber liegenden Loreleyfelsen mussten wir selbstverständlich als Gelegenheit für ein Gruppenfoto nutzen. Wie für uns bestellt, fuhr auf der tief unter uns liegenden Bahnstrecke plötzlich eine Dampflok vorbei und weckte bei einigen Erinnerungen an den Hogwartsexpress. In St. Goar durften wir schließlich während einer Führung durch die Ruine Rheinfels deren enge Minengänge erkunden. Hier mussten wir dicht beieinander bleiben und waren auf unsere Taschenlampen angewiesen, ansonsten wären wir in diesem Labyrinth schnell verloren gegangen. Nachdem wir so über zehn Kilometer zu Fuß zurückgelegt hatten, gönnten wir uns die Rückfahrt mit dem Zug. Obwohl wir für die Wanderung vier Stunden gebraucht hatten, dauerte diese Zugfahrt zurück nach Oberwesel gerade einmal fünf Minuten! Anschließend erkundeten wir die anderen die vielfältigen Möglichkeiten in den Spiel- und Sporträumen der Jugendherberge. Am Abend wurde nicht nur gemeinsam im Gruppenraum gespielt, sondern auch eine Modenschau veranstaltet, bei der sich einige Jungs zu Mädchen umstylen ließen. 

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Bus zurück zur Schule, wo wir gegen 13.00 Uhr erschöpft eintrafen.

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