Schon zum 10. Mal fand am 1. Juli 2025 die Kampagne “Hände hoch fürs Handwerk” in Hachenburg statt. Für das Gymnasium im Kannenbäckerland war die Teilnahme im Jubiläumsjahr aber die Premiere: Die gesamte Jahrgangsstufe 8 besuchte die Veranstaltung und stellte gleich 2 von 14 Teams im Wettbewerb rund um verschiedene Disziplinen des Handwerks.
Die Kampagne “Hände hoch fürs Handwerk” hat die Stärkung des Handwerks zum Ziel, indem junge Menschen mit dem Handwerk in Kontakt gebracht werden. Nicht wie auf einer Firmenkontaktmesse, sondern ganz praktisch, durch Mitmachen.
Vor der Kulisse des Freilichtmuseums Hachenburg und bei sonnigem Wetter verbrachten alle Schülerinnen und Schüler den Vormittag damit, das Freilichtmuseum zu erkunden, den Wettbewerbsteilnehmern zuzuschauen oder sich in verschiedenen Gewerken selbst auszuprobieren, wie etwa in der Dachdeckerei, indem sie mit Schieferhammer und Haubrücke ein Herz aus einer Schieferplatte herausarbeiteten.
Im Wettbewerb stellten sich die Schüler Jona Günster, Paul-Luca Hahn und Dennis Mertlich, sowie die Schülerinnen Melisa Cakir, Leona Ukshini und Ariola Krasniqi in zwei Teams verschiedenen Herausforderungen, u.a. dem Reifenwechseln, Mauern, Frisieren oder dem Fachwerkbau. Schlussendlich reichte es zwar nicht für eine Medaille, doch immerhin erreichte eines der Teams unserer Schule einen 5. Platz, ganz knapp hinter Platz 4.
Den Teams zugeordnet war stets ein sogenannter Kandidat, der das 3er-Team zu einem 4er-Team ergänzte, unter anderem Landrat Achim Schwickert sowie die Bundestagsabgeordneten Dr. Tanja Machalet und Harald Orthey. Bei uns ergänzte Eckhard Kilian das Team der Jungs und Markus Kurtseifer (WWBank) das Team der Mädchen. Durch diese Vernetzung in Politik und Wirtschaft hat „Hände hoch fürs Handwerk“ eine extrem hohe Außenwirkung.
Die Rückmeldungen unserer Schülerschaft waren durchweg positiv. Super interessant sei es gewesen, mal was anderes, man hätte ja richtig was machen können. Tatsächlich konnte man den ein oder anderen Schüler von einer völlig neuen Seite kennenlernen. Dies zeigt, wie wichtig es auch an Gymnasien ist, Werbung für das Handwerk zu machen, denn eine akademische Laufbahn ist nicht jedermanns Stärke – und das ist gut so! Praktisches Arbeiten ist interessant und es motiviert, etwas mit den eigenen Händen zu schaffen. Das Handwerk braucht neue gute Leute und genau hier bot „Hände hoch fürs Handwerk“ einen perfekten, oft ersten Zugang.
Hinter der gelungenen Veranstaltung steht übrigens die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis mbH in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Koblenz und der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, denen allen sehr herzlich für die Einladung gedankt sei, verbunden mit der Hoffnung, in den kommenden Jahren erneut teilnehmen zu dürfen.
Bernd Lappé