Eine besondere Woche im Zeichen von Begegnung, Austausch und interkulturellem Lernen fand kürzlich in Höhr-Grenzhausen statt: Im Rahmen der dritten Friedenswoche waren fünf buddhistische Mönche aus der nordindischen Region Ladakh zu Gast im AWO-Pavillon. Dort erschufen sie über mehrere Tage hinweg ein kunstvolles Sandmandala – ein traditionelles buddhistisches Symbol für Harmonie, Vergänglichkeit und Frieden.
Fünf Tage lang arbeiteten die Mönche jeweils rund sieben Stunden an dem filigranen Kunstwerk. Mit feinen Metallröhrchen ließen sie farbigen Sand in präzisen Mustern auf den Boden rieseln. Schritt für Schritt entstand so ein Mandala von großer Detailtiefe und spiritueller Bedeutung.
Besonders bereichernd waren für viele Besucherinnen und Besucher die Gespräche mit den Mönchen. Klassen des Gymnasiums im Kannenbäckerland nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit Lama Samten über die Bedeutung von Mandalas, über buddhistische Werte sowie über Religion und Spiritualität ins Gespräch zu kommen. Dabei wurde deutlich, dass Mandalas nicht nur kunstvolle Bilder sind, sondern auch eine tiefe symbolische Bedeutung tragen: Sie stehen für Ordnung, Achtsamkeit und die Verbundenheit aller Dinge.
Die offenen Gespräche über Mitgefühl, Frieden, Verantwortung und respektvollen Umgang miteinander machten die Begegnungen für die Schülerinnen und Schüler besonders eindrucksvoll. Das große Interesse, die vielen Fragen und die Begeisterung der Jugendlichen beeindruckten die Mönche sehr und bereicherten die gesamte Friedenswoche.
Der Besuch der Mönche war Teil einer deutschlandweiten Friedenstournee. Organisiert wurde die Friedenswoche von der Regionalgruppe Westerwald der Tibet Initiative Deutschland e. V. – zu deren Organisatorinnen auch ein Mitglied der Schulgemeinschaft des Gymnasiums im Kannenbäckerland gehört. Neben der Friedensbotschaft soll die diesjährige Sandmandala- Tournee auch der Finanzierung einer neuen Schule in Leh/Ladakh unterstützen.
Lama Samten und die begleitenden Mönche bedanken sich insbesondere bei den vielen Schülerinnen und Schülern, die sich neugierig und offen auf die Gespräche einließen. Sie machten diese Woche zu einer bereichernden Erfahrung für alle Beteiligten.