Die Klasse 8b von Herrn Spitzner und Frau Stützle erlebte in fünf intensiven Tagen Natur, Geschichte und Abenteuer rund um Berchtesgaden. Die Bahnfahrt verlief problemlos (muss auch mal gesagt werden!), und trotz der geringen Begeisterung für die Jugendherberge, aber mit Blick auf den Watzmann, stürzten sich die Schülerinnen und Schüler mit guter Laune und gutem Wetter ins Programm.
Erster Programmpunkt und eines der Highlights war der Nationalpark: Neben einer geführten vierstündigen Wanderung durch den Nationalpark bis zum Steinfeld waren Aufgaben zur Entstehung der Wimbachklamm zu erledigen. Es wurde viel gelaufen, bei Sonnenschein durften in der Pause die Füße in den eisigen Bach, was für Abwechslung und gute Stimmung sorgte. Glücklich und müde wurde der Tag mit Tischtennis und Abendessen beendet.
Am dritten Tag stand die Besichtigung der Dokumentationsstätte Obersalzberg auf dem Programm. Eine fachkundige Führung beleuchtete die Rolle des Ortes im Nationalsozialismus, verknüpfte Geschichte mit Zeitzeugenberichten und regte zu reflektierenden Diskussionen über Verantwortung, Erinnern und die Auswirkungen auf Bergregionen an. Dank der vom Interesse und Wissen einiger Schüler begeisterten Führerin fragte die Gruppe weiter aktiv nach und setzte sich kritisch mit historischen Zusammenhängen auseinander.
Trotz des strömenden Regens erkundeten die Kinder die Überreste des Berghofs. An diesem Ort ging es um Eindrücke und Gefühle, die die Dokumentation und der Ort hinterlassen. Alle waren sich einig, dass der Titel „Idyll und Verbrechen“ hervorragend gewählt ist und es unvorstellbar ist, dass sich Menschen an diesem wundervollen Ort so grausame Taten ausdachten.
Am letzten Tag ging es ins Salzbergwerk Berchtesgaden: Alle Teilnehmer waren in Overalls gekleidet; ein Gruppenfoto auf der Bahn markierte den Start. Die rasante Fahrt in die Grube, eine mitreißende Führung und der Spaß an Rutschen und dem „Lecken“ an der Salzwand prägten den Abschluss des Besuchs. Im Salzshop warteten Mitbringsel auf die Gruppe. Kaum jemand verließ Berchtesgaden ohne mindestens eine Packung Salz.
Bei schönstem Sonnenschein ging es weiter zum Königssee. Ein Spaziergang zum Malerwinkel bot einen unglaublichen Blick; die Füße fanden erneut ihren Weg ins Wasser. Die Tage endeten mit etwas Freizeit in Berchtesgaden, um noch letzte Mitbringsel zu besorgen und das schöne Städtchen zu erkunden.
Viel gelaufen (bis die Schuhe auseinanderfallen), wieder viel gelernt, wieder viel zusammen erlebt. Die Rückkehr am Freitagabend war pünktlich und erfüllt von Berichten über Erlebnisse, neu gewonnenen Eindrücken und dem Wunsch nach weiteren gemeinsamen Abenteuern.
Die Klassenfahrt war eine gelungene Mischung aus Naturkunde, Geschichte, viel Bewegung und Gemeinschaftserlebnis.