Sicherheitspolitik hautnah und anschaulich erlebten alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 bei zwei Exkursionen zum Regierungsbunker in Ahrweiler. Diese insgesamt über 17 km lange Bunkeranlage war in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, ausgehend von zwei Eisenbahntunneln, in den Ahrbergen gebaut worden, um der Bundesregierung sowie Politikern und Mitarbeitern weiterer Bundesorgane bei einem etwaigen ABC-Angriff Schutz zu bieten.
Mit großem Interesse folgten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen der sachkundigen Gästeführer, die in einem anderthalbstündigen Rundgang durch die Bunkeranlage nicht nur den Bau der Anlage und ihre technischen Hintergründe erklärten, sondern auch an passenden Orten Einblicke in den für den Ernstfall geplanten Alltag in der Bunkeranlage gaben. Für maximal 30 Tage war hier nämlich, wie in einer Kleinstadt, alles vorhanden, was rund 3000 Personen zum Überleben brauchten. Und so staunten die Schülerinnen und Schüler über die technische Kommandozentrale, ein Fernsehstudio, voll eingerichtete Büro- und Konferenzräume, über Arzträume, einen Friseursalon, eine beindruckend große Küche, Waschräume und über winzige Schlafräume mit einzelnen Feldbetten, die für die höchsten Regierungsmitglieder, einschließlich Bundeskanzler und Bundespräsident, vorgesehen waren.
Nach dem Besuch im Regierungsbunker ging es mit dem Bus weiter nach Bonn auf die Hardthöhe, dem ersten Dienstsitz des Bundesministeriums der Verteidigung, wo sich alle in der Mensa bei einem gemeinsamen Mittagessen stärken konnten. Im Anschluss daran erhielten die Schülerinnen und Schüler dann bei einem sicherheitspolitischen Vortrag spannende Einblicke in aktuelle weltpolitische Entwicklungen und ihre Hintergründe.
Nachmittags ging es nach einem ereignisreichen Tag wieder mit dem Bus nach Hause. Ein Dank gilt den Jugendoffizieren der Bundeswehr in Koblenz, die die Exkursionen begleiteten und in dieser Form ermöglichten.