Am 27.11.24 wartete auf die Gastschüler/innen am GiK sowie die Schüler/innen der Arbeitsgemeinschaft eine besondere AG-Stunde. Eine der langjährigen Gastmütter, Frau Mariele Gelfort, hatte sich bereit erklärt, mit den Schüler/innen zu töpfern. Unter ihrer Anleitung gestalteten die AG-Teilnehmer/innen einen Weihnachtselch, der sich im Laufe der Stunde immer kreativer weiterentwickelte. Frau Gelfort erklärte geduldig die einzelnen Schritte und gab bei Bedarf Hilfestellung. Am Ende der Stunde erstrahlten zehn individuell gestaltete Elche in ihren Formen, die den Schüler/innen eine Woche später gebrannt und angemalt überreicht wurden. Die Schüler/innen und die AG-Leitung Frau Petry bedanken sich ganz herzlich für diese abwechslungsreiche Stunde.
Zwei der Gastschüler/innen, die uns für sechs Wochen aus Guatemala besucht haben, stellen im Folgenden ihre Eindrücke vor:
Hallo, ich bin Martin Asensio Ramazzini, 15 Jahre alt und komme aus Guatemala und war für zwei Monate in Deutschland. In Guatemala wohne ich in der Hauptstadt mit meiner Mutter und meinen Großeltern, außerdem haben wir zwei Katzen. Ich spiele gerne Badminton und Fußball, außerdem höre ich auch gerne Musik. Ich kam nach Deutschland, um meine Deutsch-Kenntnisse zu verbessern. An meinen Tagesablauf in Deutschland musste ich mich erst mal gewöhnen, da wir in Guatemala schon um 7 Uhr mit der Schule anfangen und der Unterricht dort um 13 Uhr endet, das heißt, dass ich auch normalerweise nicht mit meinen Klassenkameraden zusammen in der Schule esse. In Guatemala esse ich gerne Tacos und in Deutschland habe ich das erste mal Currywurst gegessen. Außerdem waren mir Schulfächer wie Sozialkunde, Musik und Erdkunde neu, da es diese nicht in Guatemala gibt. Auch das Schulsystem in Deutschland ist völlig anders: zuhause bin ich nämlich in dem dritten von fünf Schuljahren, nach diesen fünf Jahren gehen wir an die Uni. In Deutschland bin ich in der neunten Klasse. Auch interessant ist, dass hier alle Schulformen getrennt sind. In Guatemala ist an meiner Schule auch gleichzeitig ein Kindergarten. Hier in Deutschland haben mich sowohl meine Gasteltern, als auch mein Gastbruder herzlich empfangen und waren sehr nett.
Hallo, ich heiße Fernanda. Ich bin 17 Jahre alt und ich komme aus Guatemala. Dort besuche ich eine spanische Schule und nehme am Deutschunterricht teil. Den Austausch mache ich, um mehr über die deutsche Kultur und Sprache zu erfahren. Ich spiele Volleyball und Tennis, außerdem zeichne ich gerne. In Guatemala wohne ich in der Hauptstadt mit meinen Eltern und meinen Geschwistern.
Grundsätzlich ist es in Deutschland viel sicherer, ich kann zum Beispiel alleine spazieren gehen, oder Bus fahren. Anders als in Guatemala, wo es die meiste Zeit nur warm ist, gibt es hier Jahreszeiten. Meine Gastmutter hat mich sehr herzlich empfangen und arbeitet als Ingenieur.
Zusammen mit anderen Austauschschülern, habe ich einen Ausflug nach Köln gemacht. Besonders beeindruckend fand ich den Kölner Dom. Danach haben wir das Phantasialand besucht, welches viel größer ist als der Freizeitpark in Guatemala. Ich war außerdem noch in Koblenz. Was ich dort besonders schön fand war das Deutsche Eck.
Hier nahm ich am Unterricht der zehnten Stufe teil, mit den Leistungskursen: Mathe, Englisch und Geschichte. Außerdem habe ich in Guatemala kein Französisch oder Religion/ Ethik Unterricht. Das System der Oberstufe ist mir neu, da ich in Guatemala immer im Klassensystem und nicht im Kurssystem bin. In Guatemala bleibe ich jeden Tag von 7 Uhr bis 14 Uhr in der Schule, hier komme ich später und kann manchmal sogar früher gehen.
Als ich hier ankam, haben mich die Schüler der zehnten Stufe herzlich empfangen. Sie haben mir die Schule gezeigt, wobei ich sehr viele Unterschiede bemerkt habe, beispielsweise der Pausenhof, der in Guatemala nur eine Rasenfläche ist.