Zeynap Muslugüme (Klasse 9b), die erst seit zwei Jahren in Deutschland lebt, hat sich mit hervorragenden Leistungen in den ersten Runden für die Bundesrunde in Hamburg qualifiziert und durfte am Finale der Mathematik-Olympiade teilnehmen.
Die Schulgemeinschaft gratuliert ihr ganz herzlich zu diesem tollen Erfolg, zu dem sie einen Bericht geschrieben hat:

„Die Mathematik-Olympiade war für mich in diesem Schuljahr eine besondere Erfahrung.
Angefangen hat alles mit der ersten Runde, die in Form einer Hausaufgabe bearbeitet wurde. Danach folgten die Regionalrunde und die Landesrunde, die jeweils als Klausuren in der Schule geschrieben wurden. Nach der erfolgreichen Teilnahme an diesen Runden durfte ich an einem fünftägigen Mathecamp in Kaiserslautern teilnehmen.
Dort haben wir Workshops zu verschiedenen Bereichen der Mathematik besucht und Lösungsstrategien gelernt. Außerdem konnte ich andere mathematikbegeisterte Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz kennenlernen. Am Ende des Camps fand eine Auswahlklausur statt. Ich wurde zusammen mit zehn weiteren Schülerinnen und Schülern ausgewählt, Rheinland-Pfalz bei der Bundesrunde zu vertreten.
Im Mai nahm ich dann an einem zweitägigen Mannschaftstraining in Trier teil. Dort konnten wir uns besser kennenlernen und gemeinsam auf die Bundesrunde vorbereiten. Am 7. Juni fuhren wir schließlich mit dem Team aus Rheinland-Pfalz nach Hamburg. Die etwa sechsstündige Zugfahrt verging schnell, weil wir die meiste Zeit Karten spielten
Als wir in Hamburg ankamen, fuhren wir zuerst zur Jugendherberge und bezogen unsere Zimmer. Danach trafen wir auf ungefähr 200 Schülerinnen und Schüler aus allen Bundesländern sowie von fünf deutschen Auslandsschulen. Es war spannend, so viele mathematikbegeisterte Jugendliche aus ganz Deutschland kennenzulernen. Am ersten Abend machten wir gemeinsam einen Spaziergang durch den Alten Elbtunnel.
An den nächsten beiden Tagen schrieben wir vormittags jeweils eine viereinhalbstündige Klausur. Nachmittags gab es verschiedene Ausflüge und Aktivitäten. Am ersten Tag nahm ich mit einer Freundin am Sound Walk in der Elbphilharmonie teil. Am zweiten Tag besuchten wir das Miniatur Wunderland. Dort waren verschiedene Bundesländer Deutschlands und viele Länder der Welt als detailreiche Miniaturwelten dargestellt. Es war beeindruckend zu sehen, wie viel Arbeit zum Detail in den einzelnen Modellen steckte.
Am letzten Tag, dem 10. Juni, fand die feierliche Siegerehrung statt. Dort erhielt ich eine Anerkennungsurkunde. Anschließend machten wir noch ein gemeinsames Teamfoto, bevor wir uns auf die Rückreise machten.
Insgesamt hat mir diese ganze Reise sehr viel Spaß gemacht. Am besten gefallen haben mir die neuen Freundschaften, die Kartenspiele und die gemeinsamen Ausflüge. Natürlich war auch der Wettbewerb selbst eine spannende Erfahrung. Ich bin sehr froh, dass ich an der Bundesrunde teilnehmen durfte, und hoffe, auch in den kommenden Jahren wieder dabei sein zu können.“