Klassenfahrt der Klasse 8a nach Konstanz

Vom 10.07.2023 bis zum 14.07.2023 unternahm die Klasse 8a mit Frau Weishahn und Herrn Bast eine Klassenfahrt nach Konstanz am Bodensee. Die Klasse war in der Jugendherberge Otto-Moericke-Turm untergebracht.
Montags um 09:00 Uhr war der Treffpunkt am Koblenzer Bahnhof, von wo aus wir um 10:00 Uhr mit der Bahn zunächst Richtung Karlsruhe losfuhren. Nach einer langen Fahrt stiegen wir in Karlsruhe um, um von dort direkt nach Konstanz durchzufahren. Angekommen in Konstanz, ging es mit dem Bus zur Jugendherberge, welche wir um 16:00 Uhr erreichten. Nach der Ankunft wurden erst einmal die Zimmer eingeteilt, darauf folgte die Regelbesprechung mit der Leiterin der Jugendherberge und das Abendessen. Danach spielte die Klasse ein Gemeinschaftsspiel namens Werwolf, welches von Johannes, bei dem Versuch sich vom Tischdienst freizukaufen, geleitet wurde. Aufgrund der originellen Organisation hatten wir beim Spielen viel Spaß und lachten viel miteinander. Ab 22:00 Uhr war Nachtruhe und die Klasse schlief zum ersten Mal in der Jugendherberge.
Dienstagsmorgens hatten wir von 07:00 Uhr bis 9:00 Uhr erstmals die Möglichkeit, in der Jugendherberge zu frühstücken und sich ein Lunchpaket zu packen. Anschließend gingen wir zur Bushaltestelle, um nach Wallhausen zu fahren. Von dort aus starteten wir zu einer Kanutour. Wir verteilten uns auf drei Kanus und bekamen alle eine Schwimmweste und ein Paddel. Dann paddelten wir am Ufer des Bodensees entlang. Dabei passierten wir auch den „Teufelstisch“. Es handelt sich hier um eine Felsformation im Uferbereich zwischen Wallhausen und dem Beginn der Marienschlucht, der wie ein Plateau aus dem Wasser ragt. Während wir am Ufer entlang paddelten, konnten wir die schöne Natur bestaunen. Das Kanufahren machte viel Spaß, war aber insgesamt sehr anstrengend. Deswegen machten wir nach einiger Zeit eine Pause.
Dazu legten wir am Ufer an. Dort konnten wir unsere Lunchpakete essen und hatten Gelegenheit zum Planschen und Schwimmen. Nach der Pause paddelten wir zurück zum Startpunkt und trugen die Kanus zurück. Wir gaben die Schwimmwesten und Paddel ab und setzten uns gemeinsam in ein Café, um ein Eis zu essen oder etwas zu trinken. Dann fuhren wir mit dem Bus zurück zur Jugendherberge und hatten vor und nach dem Abendessen Zeit zur freien Verfügung. Später gingen wir zu Fuß zum Hoerlepark in der Nähe der Jugendherberge. Dieser liegt unmittelbar am Ufer des Bodensees, so dass wir den Abend am Wasser ausklingen lassen konnten. Dann gingen wir nach Hause und hatten Schlafenszeit. Nachts kam es zu einem beeindruckenden Unwetter, welches noch Einfluss auch unsere Heimfahrt haben sollte.
Am Mittwoch fuhren wir nach dem Frühstück mit der Fähre nach Meersburg. Von dort aus fuhren wir mit dem Bus nach Friedrichshafen, wo wir das Zeppelinmuseum besuchten. Im Zeppelinmuseum gibt es zum einen die weltweit größte Sammlung zur Luftschifffahrt von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Außerdem verfügt das Museum über eine Kunstsammlung mit Werken aus Mittelalter und Barock.
Nach dem Museumsbesuch fuhren wir nach Konstanz und hatten dort fast zwei Stunden in Kleingruppen Zeit zur freien Verfügung. Diese Zeit wurde von den meisten zum Besuch der McDonalds Filiale genutzt. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück zur Jugendherberge. Nach dem Abendessen wollten wir eigentlich eine Open-Air-Theaterveranstaltung besuchen. Diese musste aber wegen einer Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes abgesagt werden. Deshalb hatten wir Freizeit bis zur Nachtruhe.
Am Donnerstag besichtigten wir nach dem Frühstück die Pfahlbauten in Unteruhldingen. Die Pfahlbauten sind das älteste archäologische Freilichtmuseum in Deutschland und gehören zum UNESCO Weltkulturerbe. Man kann hier nachgebaute Steinzeitdörfer besichtigen, welche aus verschiedenen zeitlichen Epochen stammen. Die Dörfer sind als Pfahlbauten im Wasser angelegt, welche man über Stege erreicht. In den Dörfern kann man viel über das Leben in der Stein- und Bronzezeit erfahren. Außerdem kann man viele Originalfunde aus diesen Epochen besichtigen. Nachdem wir alles besichtigt hatten, aßen wir noch ein Eis. Dann ging es mit dem Bus zurück zur Jugendherberge zum Abendessen.
Da unsere Karten für das Freilichttheater auf Donnerstag umgebucht werden konnten, fuhren wir jetzt mit dem Bus zum Aufführungsort; dem Konstanzer Münster. Zur Aufführung kam das Theaterstück „Der eingebildete Kranke“ von Molière. Es war eine Komödie, welche sehr unterhaltend und beeindruckend war. Als die Vorstellung zu Ende war, fuhren wir mit dem Bus zurück. In der Jugendherberge angekommen, war es längst Schlafenszeit, so dass wir alle einigermaßen müde ins Bett gingen.
Am Freitag war das letzte Frühstück in der Jugendherberge und danach fuhren wir mit dem Bus zum Bahnhof Konstanz. Aufgrund des Sturms in der vorherigen Dienstagnacht waren alle Züge nach Karlsruhe ausgefallen und nun begann tatsächlich unsere Odysee am Bodensee. Leider konnte auch niemand genau Auskunft geben, wann andere Anschlüsse erreichbar waren. Der seitens der DB bereitgestellte Schienenersatzverkehr nach Radolfzell ließ ewig auf sich warten und wurde so von Mitreisenden gestürmt, dass unsere Klasse beim Einstieg getrennt worden wäre. Deshalb fuhren wir auf eigene Faust mit einem anderen Bahnbus zunächst nach Unteruhldingen und von dort aus in die andere Richtung nach Friedrichshafen. Am Bahnhof stellten wir fest, dass es noch weitere Zugausfälle gab. Deshalb bestiegen wir zunächst einen ICE nach Ulm. Auch hier wieder Ausfall von Anschlusszügen und Gleis-Roulette. Deshalb buchte Herr Bast, um wieder Zeit hereinzuholen, die Reise über Frankfurt nach Montabaur um. Im Zug nach Frankfurt erfuhren wir dann, dass der Zug nach Montabaur eine Stunde Verspätung haben werde. Schließlich kamen wir mit fünf Stunden Verspätung in Montabaur an, wo wir von unseren Eltern müde in Empfang genommen wurden.
Insgesamt war es eine tolle Klassenfahrt, bei der die Gemeinschaft gestärkt wurde und bei der wir viele schöne und weiterbildende Erlebnisse hatten.

Felix Friedrich