„Was hat das Gezeigte mit mir zu tun?“ Mit dieser Fragestellung setzten sich die Schülerinnen und Schüler eines Deutsch-Leistungskurses der Stufe 11 auseinander, als sie die Aufführung des Stückes „Mutter Courage und ihre Kinder“ von Bertolt Brecht und Paul Dessau im Theaterzelt auf der Festung Ehrenbreitstein in Begleitung ihrer Stammkursleiterin Judith Kurz-Bieligk besuchten.
Das von Intendant Markus Dietze und seinem Dramaturg John von Düffel inszenierte Drama spielt während des Dreißigjährigen Krieges und erzählt die Geschichte der Marketenderin Anna Fielding, genannt Mutter Courage. Sie reist mit ihrem Planwagen durch die Kriegswirren, um Handel zu treiben. Gemeinsam mit ihren drei Kindern versucht sie so zu überleben. Doch diese werden nacheinander Opfer des Krieges und sie verliert sie schließlich doch.
„Mutter Courage und ihre Kinder“ ist ein Stück, das über seine historische Zeit hinaus eine zeitlose Aktualität besitzt. Es handelt von der Verblendung durch Profitgier und den verheerenden Folgen des Krieges. Brechts Werk zeigt, wie der Krieg das Leben verschlingt und die Menschlichkeit zerstört, während manche aus dem Konflikt Profit schlagen.
Doch nicht nur die Auseinandersetzung mit der Handlung und dem Bühnenbild war für die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Aufführung lohnend, auch die schauspielerische Leistung und Intensivität der einzelnen Rollenverkörperungen sorgten für Nachklang.