2019 Jugend forscht – Schüler experimentieren
Putzt sie noch oder lebt sie schon – Reloaded 1.Platz Biologie SchüEx

In meinem diesjährigen Jugend forscht Projekt habe ich mich wieder mit der Keimbelastung der Zahnbürste beschäftigt. Im vergangenen Jahr hatte ich bereits herausgefunden, wie keimbelastet die Zahnbürste ist, wenn diese aus der Verpackung kommt. Am Ende meines Projektes habe ich dann einige Regeln zum Putzverhalten und der Lagerung der Zahnbürste aufgestellt, z. B. dass man alle vier bis sechs Wochen seine Zahnbürste wechseln sollte. Da man dann aber ziemlich viele Zahnbürsten verbrauchen würde und dies wieder einiges an Plastikmüll verursacht, habe ich untersucht wie man seine Zahnbürste „recyceln“ kann. Dafür
testete ich einige Produkte, aus dem Haushalt und spezielle Hygieneprodukte, die keimhemmende Eigenschaften haben. Um diese zu testen simulierte ich anfangs einen Putzvorgang mit einer Zahnbürste, welche ich danach dann mit dem Produkt behandelte. Die meisten Produkte hemmte die Keimbilanz auch überraschend gut.
Allerdings kann sich nicht jeder damit anfreunden, regemäßig seine Zahnbürste zu behandeln. Deswegen testete ich im nach hinein nochmal Holzzahnbürsten im einem Langzeitversuch. Ich hatte die Vermutung, dass die Gärbstoffe im Holz der Zahnbürste die Bakterien hemmen. In dem Versuch bekam jeder meiner Probanden eine normale Zahnbürste und eine Holzzahnbürste desselben Modells.
Nach der Auswertung der Abdrücke der Zahnbürsten auf einer Agarplatte, konnte ich die Holzzahnbürste und die Plastikzahnbürste vergleichen. Meine Vermutung hatte sich hier mit bestätigt und die Bakterienkolonien auf der Holzzahnbürste hatten sich tatsächlich verringert. Man kann also gut eine Holzzahnbürste länger benutzen als eine normale Plastikzahnbürste und sie ist ein guter und umweltfreundlicher Ersatz.