Wie in jedem Schuljahr empfängt das GiK auch dieses Jahr zwei neue Gastschülerinnen. Sie kommen aus Brasilien und Spanien. In der AG „Zu Gast am GiK“ beschäftigen sie sich zusammen mit Schüler/innen des GiK z.B. mit deutschen Feiertagen, stellen ihre Heimatländer vor oder präsentieren Spezialitäten aus ihrer Heimat. Im Folgenden stellen sich die beiden vor und berichten von ihren bisherigen Erfahrungen.
Bom dia, boa tarde e boa noite!
Mein Name ist Leticia, ich bin 16 Jahre alt und komme aus São Paulo, Brasilien. Ich habe 2 Schwestern und bin die jüngste Schwester. In meiner Freizeit treffe mich mit meinen Freunden und habe ich eine schöne Zeit mit meiner Familie. Zurzeit mache ich einen Austausch in Deutschland, um die deutsche Sprache zu lernen. Ich finde die deutsche Kultur sehr interessant und möchte auch die neue Erfahrung, in Deutschland zu wohnen, erleben.
Ich bin Nachkomme von Japanern, weil meine beiden Großväter in Japan geboren sind. Das ist sehr üblich in Brasilien, weil das Land wegen den verschiedenen angekommenen Immigranten, wie meinen Großvätern eine große kulturelle Vielfalt hat. Mein Land ist ein außergewöhnlicher Ort mit vielen interessanten und verschiedenen Kulturen, Personen und Essen. Deshalb bin ich sehr stolz, aus Brasilien zu kommen.
Es gibt viele Unterschiede zwischen Deutschland und Brasilien, aber was wirklich anders ist, ist das Wetter. In Brasilien gibt es keinen richtigen Winter, weil es ein tropisches Land ist. Hier in Deutschland habe ich richtigen Winter erlebt. Ich habe noch keinen Schnee gesehen, deshalb hoffe ich, dass ich ihn sehe.
In Brasilien bin ich in einer deutschen Schule, deshalb habe ich brasilianische und deutsche Fächer. Es ist zwar kompliziert zu verstehen, aber ich habe mehr und mehr gelernt. Es ist immer schön, Kontakt mit Leuten aus einem anderen Land zu halten, weil wir viele Erfahrungen teilen können. Während des Unterrichts gab es immer eine sprachliche Barriere, aber am Ende hatten alle einen Vorteil. Die Deutschen konnten Portugiesisch lernen und wir gleichzeitig Deutsch. Ich bin an einer deutschen Schule, um mein Deutsch zu verbessern und vielleicht Abitur zu machen, sodass ich in Europa studieren kann.
Das Bildungssystem in Brasilien ist ganz anders. In unserer Schule gibt es keine Auswahl von Kursen wie hier. Es gibt auch kein Abitur, sondern eine Prüfung für jede Universität. Am Anfang hatte ich viele Schwierigkeiten, mich an die neue Routine zu gewöhnen, aber alle Lehrer und Schüler am Gymnasium haben mir sehr geholfen. Deshalb kann ich jeden Tag etwas Neues lernen.
Während dieser Zeit hier in Deutschland, habe ich schon viele typische deutsche Gerichte gegessen. Bis jetzt ist mein Lieblingsessen Currywurst mit Pommes. Aber ich bin immer offen für neue Gerichte. Hier in Deutschland habe ich auch meine Gastmutter, Mariele und auch eine Gastschwester. Beide leisten mir Gesellschaft und sind auch immer an meiner Seite.
Ich mag es wirklich, hier in Deutschland zu sein, weil ich viele Erfahrungen machen kann und gleichzeitig eine tolle Zeit haben kann. Es gibt viele Orte, die ich noch bereisen möchte, zum Beispiel Berlin und Frankfurt. Ich möchte die Zeit so gut wie möglich genießen und vieles lernen.
¡Hola!
Mein Name ist Eva und bin 15 Jahre alt. Ich komme aus Spanien und wohne in einem Dorf in der Nähe Valencias. Ich bin nach Deutschland gekommen, um neue Menschen kennenzulernen und mein Deutsch zu verbessern. In Valencia gehe ich auf eine deutsche Schule und deswegen lerne ich Deutsch seit ich 9 Jahre alt bin.
In Valencia wohne ich zusammen mit meinen Eltern und meiner kleinen Schwester, die auch auf die deutsche Schule geht. Denn meine Schule funktioniert wie eine Schule in Deutschland (gleiches Zeugnissystem, gleiche Fächer, usw.) und gibt es nicht viele große Unterschiede zum GiK. Deshalb war es relativ einfach, mich an diese Schule zu gewöhnen. Es gibt trotzdem ein paar kleine Unterschiede, wie zum Beispiel die Länge der Stunde (hier sind sie 10 Minuten länger) und den Zeitpunkt, wann die Schule endet (in Valencia endet sie um 14:15 Uhr und nicht erst um 16 Uhr).
Meine Hobbys sind Zeichnen, Basketball spielen und Musik hören. Hier fand ich kein Basketballteam und deswegen kann ich kein Basketball mehr spielen. Ich habe viele neue Erfahrungen in dem Austausch gemacht und andere Hobbys ausprobiert, die ich vorher nie probiert hatte, wie zum Beispiel Häkeln. Ich habe andere Austauschschüler in Deutschland kennengelernt und Reisen mit diesen gemacht.
Im Gymnasium finde ich die Leute sehr nett und offen. Meine Gastmutter Mariele ist außergewöhnlich nett und ich bin sehr froh, bei ihr zu wohnen. Ich wohne auch zusammen mit Leticia, einer Austauschschülerin aus Brasilien und wir haben zusammen viele neue Erfahrungen gemacht.
Ich bin hier seit Anfang September und gehe Anfang Februar zurück nach Spanien. Soweit habe ich eine ganz gute Zeit gehabt und bin aufgeregt, mehr in den nächsten drei Monaten zu erleben.